Gelungener Einsatz von Neuromonitoring bei Wirbelsäulen-OP in der Klinik Immenstadt

Die Nervenfunktion direkt während einer Operation beobachten? Was für Laien abschreckend klingt, bedeutet für Neurochirurg Dr. med. Baschar Al-Khalaf eine besondere Form der Überwachung – auch Neuromonitoring oder intraoperatives Monitoring genannt.

In der Klinik Immenstadt hat er dieses Verfahren bereits erfolgreich eingesetzt und ist vom Ergebnis überzeugt: „Das ist eine ganz neue Stufe der Qualität bei Wirbelsäulenbehandlungen. Wir können direkt während des Eingriffs die Veränderungen an der Nervenfunktion erkennen. Das bedeutet für meine Patienten einen weiteren Baustein zu noch sicheren operativen Eingriffen an der Wirbelsäule.“

In der Wirbelsäulenchirurgie zählt das Neuromonitoring zu den ersten neurophysiologischen Messungen, die noch während der OP eingesetzt werden. Die Nervenbahnen zu überwachen, spielt vor allem bei Wurzeldekompressionen, in der Skoliosechirurgie, bei der Entfernung von Bandscheiben (Diskektomie) und – wie nun von Dr. Al-Khalaf zuletzt in Immenstadt praktiziert – bei Operationen spinaler Tumore eine große Rolle. 

Im Rückenmark verlaufen die wichtigsten nervalen Strukturen für den gesamten Körper. Die Aufgabe ist die Übermittlung von Impulsen vom Gehirn an die Muskeln und umgekehrt der Transfer von Informationen aller Sinnesorgane ans Gehirn. „Während einer Operation können wir mit dem intraoperativen Neuromonitoring den aktuellen Status weitgehend zuverlässig beurteilen“, so Dr. Al-Khalaf. „Es gibt dabei verschiedene Verfahren, die mir optische und akustische Signale geben und mir helfen, während einer Operation die Funktionsfähigkeit dieser Strukturen beim narkotisierten Patienten zu überwachen.“ Die Methode unterstützt den Operateur dabei, Muskelantworten zu erkennen, die mit menschlichem Auge nicht erkennbar sind und seine Operationsstrategie im Bedarfsfall anzupassen, um einen besseren Schutz für den Patienten zu gewährleisten.

 

Bildquelle: Nuvasive Thoracolumbar & Cervical MEP/EMG

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